TikTok macht süchtig, ganz offiziell

Shownotes

TikTok macht süchtig. Und zwar wegen des Designs, des Algorithmus, der Endlosigkeit und der Pushes. Das sagt zumindest die EU-Kommission in einem vorläufigen Bericht ihrer Untersuchungen. Wir schauen genauer drauf und tiefer rein. Auf TikTok, auf den Bericht und darauf, was das genau bedeutet. Außerdem: Neues von Satelliten, die KI trainieren. Ja, genau. Schöne Woche!

➡️ Mit der "Haken Dran"-Community ins Gespräch kommen könnt ihr am besten im Discord: http://hakendran.org

Kapitelmarken, KI-unterstützt 00:00:00 - Hallo zusammen! 00:00:42 - TikTok macht süchtig 00:13:38 - Albanien hebt TikTok-Sperre auf 00:15:30 - Japanese Cheesecake 00:16:21 - Scheitern von TikTok-Alternativen in den USA 00:18:07 - Starlink im Ukraine-Krieg 00:21:35 - Starlink-Daten für KI

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo zusammen zu diesem kleinen aber feinen solo update von haken dran.

00:00:06: hier folge fünfhundert sechsunddreißig heute mal ohne gast bevor es in die zweite große live rutsch geht.

00:00:11: ihr wisst dieser podcast hier geht auf tour und wir sind am Dienstagabend live in leipzig mit dennes horn zusammen und wir haben noch ein paar rest tickets.

00:00:20: also wenn ihr vorbeikommen möchtet macht das doch gerne.

00:00:23: es gibt noch ein bisschen platz und am donnerstag abend sind wir dann in berlin.

00:00:27: da sind wir allerdings leider schon ausverkauft.

00:00:29: aber Naja, vielleicht kann man sich auch vor die Tür stellen und ein bisschen mithören oder so.

00:00:34: Und für die, die keine Tickets für Berlin bekommen haben, wir machen bestimmt auch noch eine zweite Rutsche.

00:00:38: Aber eben vorne weg schon mal die Ankündigungen am Dienstagabend in Leipzig.

00:00:42: Da gibt es noch ein paar Tickets.

00:00:42: Kommt doch gerne vorbei, bevor wir jetzt hier gemeinsam in diese Woche starten.

00:00:47: Und es gibt eine Meldung, die hat vermutlich für die Social Media Welt am Wochenende die größte Rolle gespielt, vor allem für die, die häufig die Themen verfolgen, über die wir hier im Bahaken dann eben auch sprechen.

00:00:59: Nämlich es gibt ein Ergebnis der Europäischen Kommission, der EU-Kommission zur Untersuchung bezüglich TikTok.

00:01:08: Ich fange ganz von an, also es gibt diese Gesetzespakete, über die wir hier sehr häufig sprechen, den DMA, den Digital Services Act und den DMA, den Digital Markets Act.

00:01:16: Und der DSA hat eben vornehmlich eine Aufgabe, nämlich uns als Nutzerinnen und Nutzer in der EU vor den Einflüssen dieser großen Plattformen zu schützen.

00:01:25: Und dafür müssen große Plattformen, vor allem wenn sie als solche eingestuft sind, als sogenannte Flops, very large Online-Plattforms, müssen sie eine Sache erfüllen.

00:01:35: Und das ist die Überprüfung, welche Risiken die App für ihre Nutzerinnen birgt.

00:01:40: So lautet zumindest die vorläufige, das vorläufige Ergebnis einer Untersuchung, hat TikTok nicht vollumfänglich erfüllt.

00:01:47: Und zwar geht es dabei ganz konkret um die Frage, macht TikTok süchtig?

00:01:51: Wir haben schon häufiger hier über genau diese Frage gesprochen, vor allem auch in dem Kontext, ob wir Social Media Plattformen für Minderjährige in Deutschland, in der EU oder generell verbieten sollten.

00:02:04: Und eine dieser zentralen Argumente, die dafür sprechen ist, dass diese Plattform eben Suchtverhalten oder Sucht fördern, das Verhalten sozusagen mit sich bringen.

00:02:13: oder ihm nichts dagegen tut, dass Leute danach süchtig werden.

00:02:16: Dieses vorläufige Ergebnis der EU-Kommission sagt jetzt, dass TikTok aufgrund seines Designs süchtig macht und deswegen gegen die Regeln des DSA verstößt.

00:02:27: Ganz konkret sagt die EU-Kommission, dass die Funktionen wie das unendliche Scrollen, Autoplay, Push-Benachrichtigungen und vor allem das hochgradig personalisierte Empfehlungssystem genau dafür sprechen, dass TikTok nichts dagegen tut, ein süchtig machendes Design seinen Nutzer.

00:02:43: anzubieten.

00:02:44: Und ich will das mal so ein bisschen auseinander nehmen, weil ich finde die Punkte hoch interessant, wenn wir das nämlich mal im Vergleich setzen zu anderen Plattformen, denn diese Sachen wie unendliche Scrollen, das nicht nur TikTok ja anbietet, sondern eben auch Instagram, Instagram hatte das eine Zeit lang sogar, ich weiß nicht ob ihr euch daran auch erinnert, mal sogar nicht gehabt.

00:03:05: Du hattest ganz lange die Möglichkeit, dass den News Feed Oder nein, Möglichkeit ist falsch.

00:03:10: Es war Fakt, dass der New Seat an einem natürlichen Ende angekommen ist und dir angezeigt hat, du hast jetzt alles neu gesehen.

00:03:17: Das passiert bei Instagram zumindest in meinem Nutzungsverhalten überhaupt nicht mehr und vor allem dann, wenn man nicht im New Seat unterwegs ist, sondern im Real Speed überhaupt nicht mehr.

00:03:28: Bedeutet also, das ist ein Punkt, den wir auch von anderen Plattformen durchaus kennen.

00:03:31: Ich glaube auch, dass dieser unendliche, das unendliche Skrollen eigentlich auf die meisten Social-Media-Plattformen mittlerweile zu trifft, die vor You-Page getrieben sind oder die ebenen rein algorithmisches Empfehlungssystem nutzen, um die Inhalte auszuwählen, die uns angezeigt werden.

00:03:46: Und dafür oder dazu trägt vor allem auch bei, dass viele Plattformen eben ja gar nicht mehr sortieren nach Chronologie, sondern nach rein personalisierten Aspekten, also nach einem Empfehlungsalgorithmus.

00:03:59: Und dieser Wandel, den erleben wir ja eigentlich auf allen Plattformen, auch auf denen, die sich so ein bisschen alt und abgehängt.

00:04:05: anfühlen wie Facebook, obwohl Facebook immer noch in Zahlen extrem erfolgreich ist und ein extrem großes, relevantes soziales Netzwerk ist, hat auch Facebook mittlerweile durch seine Entwicklung genau dieses System, also ein unendliches Skrollen.

00:04:21: Ich glaube, wenn wir diese Maßstäbe jetzt auch auf alle anderen Plattformen, die nach DSA zumindest als Flop-Gelten anwenden, Dann werden wir hier noch einige Gespräche führen müssen und einige Untersuchungen erleben werden.

00:04:32: Dasselbe betrifft Autoplay, die Tatsache, dass Videos automatisch loslaufen und dass nach dem nächsten Video das nächste Video zu sehen ist, das kennen wir auch von anderen Plattformen und das kennen wir eigentlich von allen Kurzvideo-Plattformen.

00:04:44: und wir haben in der Live-Episode aus Köln, ich glaube das war in der letzten, vorletzten Woche im Montag, Ja, da erwischt er mich jetzt.

00:04:53: So vorbereitet bin ich dann doch nicht.

00:04:55: Also ihr findet das.

00:04:56: Es ist so fünf, sechs Episoden her.

00:04:59: Haben wir genau darüber gesprochen, dass vor allem diese Kurzvideo-Algorithmen oder diese Kurzvideo-Plattformen eigentlich mit anfangen unser Gehirn zu braten.

00:05:08: Es gibt auch Studien, die am Ende genau in so eine Richtung eigentlich eigentlich führen und genau zeigen, dass unser dass unser Umgang damit nicht so gut ist, wie er eigentlich sein müsste.

00:05:18: Und ich glaube, das ist jetzt auch nicht besonders überraschend.

00:05:20: Aber das ist das Autoplay.

00:05:22: Dann der Punkt Push-Benachrichtigung, der dazu anregt, die App häufiger zu öffnen, weil zum Beispiel Leute, denen man folgt, Dinge reposten oder hochladen.

00:05:30: Auch das erleben wir von anderen Plattformen ohne Ende.

00:05:34: Also das fängt ja schon mit der Lieferdienst-App an, dass sie uns eigentlich immer wieder dazu animiert, diese App zu öffnen, weil es irgendwelche anderen Angebote oder Ideen oder Vorschläge oder was auch immer gibt.

00:05:44: Und eben der vierte Punkt, diese eben angesprochenen For You Feed Algorithmen oder eben diese hochgradig personalisierten Empfehlungen.

00:05:53: Das sind Dinge, die eigentlich sich gerade alle Social Media Plattformen von TikTok abgeschaut haben und bei der EU Kommission jetzt eben feststellt, dass die festlegen oder dass die ein Grund dafür sind, dass das Design von TikTok süchtig machend sei.

00:06:06: Ein paar Dinge muss man organisatorisch erst mal dazu legen.

00:06:09: Also das hier ist erst mal ein vorläufiges Ergebnis.

00:06:12: Die werden deswegen veröffentlicht, weil sie damit den Plattformen die Möglichkeit geben wollen, nachzubessern.

00:06:18: Wir wissen das TikTok, das in der Vergangenheit auch schon mal gemacht hat.

00:06:21: Es gab ja diese TikTok Light-Geschichte, bei der in zwei europäischen Ländern mit TikTok Light eine App bestanden hat, bei der man dafür bezahlt wurde, sich Videos anzuschauen.

00:06:30: Die EU hatte damals gesagt, das geht so aber nicht.

00:06:32: und TikTok hat dann gesagt, stimmt, wollten... wir eigentlich auch gar nicht angeboten haben und haben deswegen genau dieses Angebot auch wieder zurückgezogen und sind damit auch ehrlicherweise einer Strafe davon, ohne Strafe davon gekommen.

00:06:47: Und die Frage ist hier, wie weit TikTok bereit ist, diese USP-Elemente, die TikTok ja nun mal aus und einzigartig macht.

00:06:55: Ob die hier in dem Fall für TikTok Verhandlungsmasse sind, also ob TikTok bereit ist, zum Beispiel den unendlichen Feed zu opfern, um einer Strafe zu entgehen, oder ob sie hier sagen, na gut, die paar Miljöntchen oder Miljärtchen, die uns daraus vielleicht als Strafe entstehen können, die wiegen nichts dagegen, wenn wir uns überlegen, was wir ansonsten an Einnahmen einzubusen hätten.

00:07:17: Also hochinteressant und spannende Frage, wie sie sich das hier weiterentwickelt.

00:07:21: Wir werden da dranbleiben und werden das weiter beobachten.

00:07:24: Ehrlicherweise ist das für alle, die schon mal TikTok genutzt haben, jetzt kein allzu überraschender Zwischenstand oder kein überraschendes vorläufiges Ergebnis, weil selbst ich, der ja durchaus sehr häufig über solche Plattformen spricht hier und eigentlich über dessen Funktionsweise in gewisser Weise Bescheid wissen muss, falle immer wieder in diesen Sog, falle immer wieder darauf rein und kann mich auch nicht frei machen, dass ich eigentlich nur mal kurz die App öffnen wollte und nach einer Dreiviertelstunde merke, dass eigentlich schon längst die Sonne untergegangen ist und ich hier alleine im Dunkeln auf dem Sofa sitze.

00:07:57: solche Dinge gibt es durchaus und die sprechen ja durchaus dafür, dass dieser Sog bei TikTok gut funktioniert.

00:08:02: Unser Haki Herr Ackerbau im Hackendern Discord hat übrigens dazu auch nochmal gesagt, dass beim DSA-Fall der bei X zu einer Strafzahlung geführt hat zwischen vorläufigem Ergebnis und tatsächlicher Straferhebung, siebzehn Monate gelegen haben, sprich das hier heißt noch nicht, dass TikTok jetzt nächste Woche irgendwie eine Rechnung im Briefkasten findet, sondern das kann jetzt noch ein bisschen was dauern, bis die EU-Kommission hier tatsächlich eine Strafe festlegt.

00:08:30: Aber wir wissen auch im DSA sind bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes möglich und das ist im Fall vom TikTok nicht ganz unerheblich.

00:08:39: Wobei man dazu sagen muss, das wird jetzt gleich interessant, also TikTok war verzeichnete im vierten Quartal alleine, Dollar Umsatz habe ich jetzt gerade immer so live recherchiert.

00:08:53: Sie werden im vierten Quartal ein bisschen mehr gemacht haben als in allen anderen, aber selbst wenn es sechzehn im Jahr sind, dann sind sechs Prozent immer noch fast eine Milliarde Euro Strafe.

00:09:04: Das wäre schon ziemlich viel, wobei ich jetzt natürlich hier so ein bisschen Milchmädchen mäßig Dollar und Euro nicht im Umrechnungskurs beachtet habe und nicht die exakten Zahlen habe.

00:09:12: Aber was ich sagen möchte, Das können relativ große und deutliche Strafzahlungen am Ende sein.

00:09:18: Sollte hier dieser Maximalsatz tatsächlich verhängt werden, wobei auch da in Frage zu stellen ist, ob die EU tatsächlich die größtmögliche Strafzahlung verhängt oder ob sie hier eher darauf bauen, dass TikTok entgegenkommt.

00:09:31: Ich bin mir auch nicht sicher, ob sie es täten, aber naja.

00:09:35: So jetzt muss man dazu sagen, dass der Gedanke, den man auch noch dazu nehmen muss, dass dieser weltweite Jahresumsatz natürlich sinken wird, weil das Unternehmen hinter TikTok das komplette US-Geschäft nicht mehr mit abwickelt, weil das ja jetzt in den Händen des neuen Unternehmens TikTok-USDS Joint Venture liegt.

00:09:51: Also... Ein geringerer eine geringere Strafe weil das erst geschäft nicht mehr mit bei tiktok oder bei weiter ins generell anzusiedeln ist oder eben bei der tiktok limited.

00:10:03: Das ist ein kleiner gedanke den ich dazu noch habe.

00:10:06: weiß nicht ob der jetzt hier uns weiter bringt aber.

00:10:09: Vielleicht ist er interessant.

00:10:10: und nochmal großen Dank natürlich wie immer an unsere Schattenredakteurin Koffi Hollig, die auch ganz wundervoll mal aufgedrösselt hat, was eigentlich gerade die EU-Kommission gegen TikTok ermittelt.

00:10:20: Denn es gibt im Moment vier Untersuchungsberichte oder Bereiche in diesem großen Verfahren, das am neunzehnten, zweiten, zweitensvierundzwanzig, also vor fast zwei Jahren überhaupt erst eröffnet wurde, und dazu gehören eben das Risk Management, also sichtig machendes Design.

00:10:37: Privacy and Safety for Miners, also wie es die Sicherheit und der Datenschutz für Minderjährige auf der Plattform.

00:10:43: auch da gibt es Hinweise.

00:10:44: Es gibt dann noch hier kein vorläufiges Ergebnis, aber Hinweise darauf, dass TikTok hier auch nacharbeiten müsste, um den Regeln im DSA zu entsprechen.

00:10:54: Wir haben hier schon darüber gesprochen, was Minderjährige dort Verwerber anzeigen, angezeigt bekommen.

00:10:58: Wir haben jetzt gerade eben auch mit diesem Punkt des sichtig machenden Designs auch einen weiteren Punkt dafür, der eventuell die Sicherheit für Minderjährige gefährden könnte oder zumindest die Sicherheit dieser Plattform.

00:11:10: Aber auch die Frage, wie können sich eigentlich Minderjährige auf dieser Plattform bewegen angesichts der Nachrichten, die sie dort bekommen, der Inhalte, die sie vorgeschlagen kriegen, der Konten, die sie vorgeschlagen kriegen.

00:11:20: Auch das ist ein Faktor, über den wir vermutlich noch ein bisschen... sprechen müssen und über den wir noch einiges erfahren werden.

00:11:26: Auch da muss man dazu sagen, TikTok hat da stark nachgearbeitet, hat auch hier solche Eltern-Aufsicht-Systeme eingeführt, über die wir hier auch schon mal gesprochen haben.

00:11:35: Aber auch da ist fraglich, ob das reicht.

00:11:37: Dann ist der dritte Punkt, die Transparenz der Werbeplattform.

00:11:42: Da gab es schon ein vorläufiges Ergebnis am fünften Mai, das festgestellt hat, dass die TikTok-Werbeplattform gegen den DSL verstößt.

00:11:50: Daraufhin hat im Dezember die EU-Kommission aber gesagt, wir akzeptieren, dass TikTok Selbstverpflichtung zur Veränderung dieser Werbetransparenz eingenommen hat.

00:11:59: Wie sagt man?

00:12:01: Verpflichtung eingegangen ist, so sagt man.

00:12:03: Und da müssen wir natürlich abwarten, ob die dann am Ende ausreichend sind oder ob die nicht möglicherweise wieder dazu führen, dass die EU-Kommission hier noch ein bisschen was untersuchen muss.

00:12:12: Und der vierte Punkt ist Data Access for Researchers.

00:12:15: Denn der DSA sieht vor, dass Forschende Zugang zu Daten dieser Plattformen bekommen.

00:12:20: Das war gerade im Fall der Twitter-Übernahme durch Elon Musk damals ein ganz großes Thema, weil er diese APIs für Forschende eingeschränkt hat.

00:12:28: damals zu seinen Argumenten, dass diese Apis auch oder diese Api auch genutzt würde, um für KI-Bots zu crawlen.

00:12:35: Mittlerweile wissen wir, er wollte verhindern, dass Tweets größtenteils für LLMs ausgelesen werden, um damit trainiert zu werden, weil er eben selber einen Chatbot an den Staat bringen wollte.

00:12:47: Aber das Ergebnis auch hier, am vierundzwanzigsten Oktober, zwanzivundzwanzig, das TikTok gegen die DSL-Transparenzpflichten verstößt.

00:12:54: Heißt also, Bislang sieht es nicht so richtig gut aus für TikTok in dieser DSA-Untersuchung, aber dieses Verfahren kann eben noch ein bisschen was laufen.

00:13:02: Wie gesagt, danke an CoffeeHolic fürs Sortieren und das ist schon mal wieder sehr, sehr viel wert und großartig.

00:13:08: Es gibt noch ein zweites Verfahren, übrigens gegen TikTok, das läuft zum Beispiel, um euch ein Beispiel zu geben, die rumänische Wahl, die Beeinflussung der rumänischen Wahl, der Ausgang, der revidiert werden muss und so auch das... haben wir hier schon zu genüge diskutiert, auch dazu untersucht im Moment die EU-Kommission, ob TikTok ihr Herr sich hätte anders verhalten müssen.

00:13:29: Also abwarten, wie das so weitergeht und wie lange es jetzt noch dauert, bis hier tatsächlich eine Strafe verhängt wird und wie groß die am Ende tatsächlich wird.

00:13:38: Es gibt aber ein Land, das seine Sorgen TikTok gegenüber offenbar ein bisschen zur Seite legen konnte, und zwar Albanien.

00:13:45: In Albanien wurde vor ungefähr einem Jahr TikTok komplett gesperrt, weil es eine Geschichte gab, bei der vermutet wurde, dass TikTok dahinter steckte.

00:13:54: Es ging um eine Messerstecherei, bei der ein vierzehnjähriger Schüler getötet worden war.

00:13:58: Ingeblich, so hieß es in der öffentlichen Darstellung, seien diese Jugendlichen bei TikTok aneinandergeraten und hätten sich auch auf TikTok gegenseitig dazu angefeindet und hätten sich auch auf TikTok zu einer tödlichen Zusammenkunft verabredet.

00:14:13: So schreibt es zumindest heise.

00:14:15: TikTok selber sagt, die beiden hätten ihre Profile nicht dafür genutzt und hätten sich wohl eher auf anderen Plattformen verabredet.

00:14:23: Wir selber können das hier natürlich jetzt an der Stelle nicht rekonstruieren, können hier nur zitieren und diese beiden Standpunkte klarmachen.

00:14:31: Aber Albanien hatte daraufhin eben TikTok gesperrt, um erstmal Untersuchungen durchzuführen, aber auch mit der Plattform zu reden.

00:14:37: Und TikTok hatte hier gesagt, dass wohl Sicherheitsfeatures eingeführt wurden, auf die Albanien bestanden hätte, um diese Sperre jetzt erstmal wieder einzustellen.

00:14:47: Das heißt, TikTok ist dort nun früher als geplant, früher als diese einjährige Sperre es eigentlich vorgegeben hätte, wieder erreichbar aus Albanien.

00:14:57: Und hier muss man auch dazusagen, dass diese Sperre, wie es heißt, das sagt zumindest Picasa Analytics, so zitiert es heise zumindest, weitgehend wirkungslos gewesen, weil die Anzahl der veröffentlichen Beiträge in Albanien nur um drei Prozent zurückgegangen ist und die Menge der Videoanrufe im Vergleich zur Woche vor der Blockierung sogar um vierzehn Prozent gestiegen sei.

00:15:15: Sprich, auch da ist die Frage, wie effektiv war das eigentlich und wie gut können wir solche nationalen Richtlinien eigentlich überhaupt durchsetzen, weil es... durchaus einige Möglichkeiten gibt, diese nationalen Beschränkungen eben für sich selber irgendwie zu umgehen.

00:15:30: Um euch noch mal ein kleines Gefühl zu TikTok zu geben und dann kommen wir auch zum nächsten Punkt, dass es eben gerade eine Geschichte gibt mal wieder, wir erinnern uns an die Dubai-Schokolade und an ähnliche Phänomene, dass im Moment eine gewisse Keksorte, nämlich diese kleinen Cookies, die nach Spekulatius schmecken, von einem belgischen Hersteller, dass die in vielen Supermärkten in Deutschland ausverkauft sind, weil es einen Tiktok-Halb gibt für Japanese Cheesecake.

00:15:58: Und der heißt so, obwohl man eigentlich de facto nur Kekse in griechischen Joghurt steckt, über Nacht stehen lässt, aber der Hersteller meldet sechzehn Prozent Verkaufsanstieg, deswegen und eben dass die Kekse in vielen Städten so auch im Moment nicht lieferbar sind.

00:16:11: Das zeigt so ein bisschen wie groß tatsächlich die Wucht.

00:16:13: von TikTok auf eine Gesellschaft, damit er auch sein kann.

00:16:16: Oder wie wenig Kekse tatsächlich von dieser Marke verkauft werden, wenn es nicht gerade TikTok-Phänomen gibt.

00:16:22: Ach so, eine doch, ich habe doch noch eine Kleinigkeit zu TikTok, die aber mehr so ein kleines Nachhack ist oder eine Weiterentwicklung von bestehenden Geschichten.

00:16:30: Und so haben wir hier darüber gesprochen, das in den USA.

00:16:33: Ja, mehrere Alternativen gesprossen sind und stark heruntergeladen wurden, nämlich Upscrawled.

00:16:39: Auch da haben wir schon viel darüber gesprochen und über die Hintergründe auch gesprochen.

00:16:42: Gleichzeitig aber eben auch... Die App mit dem Namen auf dem IT Protokoll.

00:16:47: Wie heißt die denn?

00:16:47: Ah, Skylight Social.

00:16:49: Und da berichtet der similar Web, dass sowohl upscrollt als auch Skylight Social ziemlich starke Einbrüche in den Downloads erlebt haben und zwar so stark, dass man hier zum Ergebnis kommen muss, dass offensichtlich dieser Trend sich was Neues zu suchen.

00:17:04: Wir reden hier auch nicht in den Dimensionen, also wir reden hier über Daily Active Users in Dimensionen von um die Hundertfünfzigtausend.

00:17:11: TikTok hat aber um die Zweihundert Millionen Accounts in den USA.

00:17:16: Also da ist schon noch eine ziemlich große Diskrepanz, aber dass die eben massiv eingebrochen sind und dieser Trend der kleinen Abwanderung wohl hier schon wieder zu einem Ende gekommen sein könnte.

00:17:26: Wie gesagt betrifft vor allem die USA ist aber dennoch glaube ich interessant zu beobachten und kennt man ja auch von eigenen Umfeldern.

00:17:35: Wie Leute dann angefangen haben alle ihre WhatsApp Gruppen auf Signal zu verschrieben ist schieben nur um zwei Wochen später wieder bei WhatsApp zu schreiben und so.

00:17:42: Wir haben das alles erlebt wir kennen diese Effekte und Phänomene.

00:17:46: Und ich glaube man könnte sich damals ziemlich kleinteilig darüber unterhalten woran das wo liegt und was die Anbieter alternativer Plattform vielleicht anders machen müssten um ihren NutzerInnen.

00:17:56: Naja, ein bisschen das Gefühl zu geben, sie nutzen das jetzt nicht nur um WhatsApp zu verhindern, sondern vielleicht eben auch um nachhaltig und langfristig eine Alternative hier tatsächlich zu etablieren.

00:18:07: So, ich möchte mit euch noch ein bisschen über andere Themen sprechen als TikTok.

00:18:13: Auch nicht allzu viele heute.

00:18:15: Ich will es auch nicht zu lang machen und ihr hört, ich habe immer noch eine kleine verschnupfte Stimme.

00:18:23: Und zwar möchte ich kurz eine kleine SpaceX-Geschichte erzählen, zwei eigentlich.

00:18:27: Und zwar SpaceX, das Unternehmen, das ja bald XAI offenbar schlucken wird, das Unternehmen von Elon Musk, das Satelliten betreibt, das ursprünglich mal auf den Mars fliegen sollte und das eben mit Starlink, eine Software oder eine Hardware oder einen.

00:18:41: Eine Lösung, so ist es besser, anbietet die eben Kabel unabhängiges Internet oder Breitband Internet ermöglicht und das zum Beispiel im Ukraine Krieg ja auch schon häufiger Thema war, weil es eben genutzt wird, damit die ukrainische Armee in Kontakt bleiben konnte.

00:18:56: Die haben darüber berichtet oder es wurde jetzt darüber berichtet, dass die russische Armee wohl verstärkt auch auf Starlink umgestiegen ist und Starlink genutzt hat, um russische Drohnen in der Ukraine zu verbinden oder zu bedienen.

00:19:10: Das verstößt gegen die Nutzungsbedingungen von SpaceX, wobei man hier dazusagen muss, das heißt nicht zwangsläufig, dass Elon Musk und das Unternehmen SpaceX hier jetzt eine Konsequenz rausziehen, haben sie aber hier getan.

00:19:21: Sie haben nämlich angefangen, dass diese nicht verifizierten oder nicht legal eingesetzten Starlink-Antennen mit den russischen Drohneben ausgestattet wurden, dass die jetzt nicht mehr funktionieren, weil die ukrainische Armee jetzt alle ihre Starlink-Geräte selbst verifizieren musste und zwar mit Hilfe von.

00:19:40: Das ist insofern unter mehreren Punkten berichtenswert oder bemerkenswert, weil A. diese Reaktion sehr schnell gekommen ist oder zumindest so wie gerade in der Berichterstattung dargestellt wird, sehr schnell gekommen ist, weil der ukrainische Geheimdienst wurde seit ungefähr zwei bis drei Wochen hier darüber gesprochen hatte, dass russische Drohnen auf Starlink sich verlassen in der Kommunikation.

00:20:04: Zweitens aber auch, weil die Position von Elon Musk in diesem Spannungsfeld Russland Ukraine auch nicht so häufig ganz klar war.

00:20:11: Also er hatte sich mit Vladimir Putin getroffen, er hatte eine Abstimmung auf X damals gemacht, ob die Ukraine sich sinngemäß, ganz so hat es nicht gesagt, aber sinngemäß eigentlich kampflos ergeben sollte und Putin geben sollten, was er fordert.

00:20:24: Also alles Dinge, die jetzt nicht zwangsläufig dafür gesprochen haben, dass Elon Musk, der damals als der Krieg ausgebrochen ist oder der Überfall auf die Ukraine durch Russland stattgefunden hat oder angefangen hat, ja eigentlich relativ schnell Starlink für die ukrainische Armee, anfangs auch noch unbezahlt zur Verfügung gestellt hat, damit die Armee sich eben weiter auf ihre Geräte verlassen kann.

00:20:47: Hier gibt es also jetzt den ersten Hinweis darauf, dass Elon Musk hier vielleicht ein bisschen zu seiner Besinnung gekommen ist oder zu seiner alten Position zurückgefunden hat.

00:20:56: oder eben vielleicht gab es da einen Anruf aus dem Weißen Haus, hinsichtlich der Positionierung in diesem Krieg.

00:21:03: Ich finde, das ist eine bemerkenswerte Geschichte, da kann man vielleicht in den nächsten Tagen noch mal ein bisschen größer drüber nachdenken und vielleicht passiert da auch noch ein bisschen mehr.

00:21:10: Will aber noch eine Sache sagen, dass das nicht... Zweifel-los eine schnelle Reaktion war.

00:21:16: Denn erste Berichte darüber, dass auch die russischen Soldaten auf Starlink zurückgegriffen haben, um Kommunikation zu nutzen, gab es bereits seit Februar-Zw.A.

00:21:27: Also vor zwei Jahren.

00:21:29: Eigentlich gab es da schon die ersten Hinweise darauf.

00:21:32: haben sich aber in den letzten Tagen dann nochmal mehr verstärkt.

00:21:35: Und jetzt gibt es eine Sache, die ich dazu sagen möchte, die ich auch hochinteressant finde.

00:21:38: Denn SpaceX hat im Zuge dieser Übernahme von XAI aber auch generell eine bemerkenswerte Überarbeitung der Datenschutzrichtlinie veröffentlicht.

00:21:49: Nämlich, dass die Kundendaten von Starlink für KI-Training genutzt werden dürfen.

00:21:52: Und das bedeutet am Ende auch, dass zum Beispiel die Nutzung der ukrainischen Armee von Starlink, diesen Satelliten getriebenen Internet, ihre Daten damit zur Verfügung stellen, vermutlich, um damit eine KI zu trainieren.

00:22:07: Was auch immer die KI da genau raus lernen soll, also am Ende wird hier gesagt, Starlink Data may be used to train machine learning or artificial intelligence models, kann also erstmal alles bedeuten.

00:22:19: Es heißt aber auch, dass diese Daten geteilt werden können mit Third Party, also mit Leuten oder Unternehmen, die eben nicht XAI SpaceX heißen.

00:22:29: Es ist interessant und vor allem interessant, welche Daten alle drin sind.

00:22:33: Standortinformation, IP-Adressen, aber auch Kommunikationsdaten, Audio und Videoinformation, Daten in öffentlichen Transfers, Paketen, solche Sachen.

00:22:43: Also all diese Dinge, die man eigentlich nicht unbedingt nutzen möchte, um damit eine künstliche Intelligenz zu trainieren.

00:22:49: Die fließen jetzt alle hier in ein KI-Training.

00:22:53: und mehr Informationen zum Thema KI, aber vor allem auch zu anderen Dingen, zum Beispiel darüber, wie Pinterest gerade eigentlich mit diesen Problemen umgeht, die es hat, aber auch zu allen anderen Sachen, die sich bis dahin entwickeln, hört ihr dann hier am Mittwoch in unserer Aufzeichnung aus der Leipziger Garage Ost, die wir am Dienstagabend live vornehmen werden.

00:23:12: Vielen Dank, wenn ihr bisher hinzugehört habt.

00:23:14: Ich wünsche euch eine ganz wundervolle Woche, einen guten Start in die Woche.

00:23:17: Und wenn ihr bis hierhin die Episode gehört habt.

00:23:21: Wie immer freue ich mich darüber, wenn ihr mir einen kleinen Kommentar schreibt.

00:23:24: Diesmal kein Emoji, das haben wir schon so oft gemacht.

00:23:27: Nee, schreibt mir doch einfach mal so in einem Wort, wie ihr auf die kommende Woche blickt.

00:23:32: Ich freue mich auf ganz viele Wörter in unserem Hakenland-Discount auf Hakenland.org über alle sozialen Medien, die euch einfallen im Fediverse, bei PeerTube und YouTube in den Kommentaren bei Spotify, wo auch immer ihr möchtet, Campfire.

00:23:44: Ich freue mich auf jeden Fall von euch zu lesen.

00:23:46: Jetzt habt ihr eine schöne Woche und wir hören uns am Mittwoch wieder.

00:23:49: Dann mit Dennis Horn.

00:23:50: Macht's gut.

00:23:51: Tschüss.

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